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söndag 31 maj 2026

Meysam und Mojtaba Veisi, zwei Brüder, starben im Kugelhagel der IRGC. Sie mussten sterben, weil sie sich der Pflege ihrer Sprache, ihrer Kultur, ihres Glaubens widmeten. Weil sie ihre Identität als Kurden und ihre Religion bewahren wollten.

 

 


 #Meysam und #Mojtaba #Veisi, zwei Brüder, starben im Kugelhagel der IRGC. Sie mussten sterben, weil sie sich der Pflege ihrer Sprache, ihrer Kultur, ihres Glaubens widmeten. Weil sie ihre Identität als Kurden und ihre Religion bewahren wollten.

 



Im Morgengrauen des 28. Mai töteten Angehörige der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) die kurdischen Kultur-Aktivisten und Anhänger der Religionsgemeinschaft der Yarsan. Berichten unserer Partnerorganisationen @hengaw_organization und @hiwa_life zufolge handelt es sich um nichts weniger als eine außergerichtliche Exekution: In der Nacht wurde das Gebäude, in dem sich die beiden aufhielten, in der Ortschaft Qaleh Kahush in der Provinz Kermanshah von Repressionskräften umstellt. Ohne Vorwarnung eröffneten sie das Feuer. Meysam und Mojtaba wurden dabei getötet. Seit dem Angriff wird zudem eine Person vermisst, die sich ebenfalls im Haus befand, Farshad Hatamipour. Während alle Welt auf die Verhandlungen zwischen den USA und der Islamischen Republik Iran blickt, mordet das Regime weiter.
 

Die Veisi-Brüder sind in der Region für ihren Aktivismus rund um die kurdische Kultur und den Yarsan-Glauben bekannt. Sie waren Gründer der kurdischen Bibliothek in Dareh Deraz in Kermanshah und zählten zu den Haupt-Organisatoren der jährlichen Newroz-Feierlichkeiten. Schon in der Vergangenheit waren sie für ihre Aktivitäten in das Visier der Repressionskräfte des Regimes geraten. Nach den Januar-Protesten waren die beiden Morddrohungen durch das Regime ausgesetzt und deshalb gezwungen, all ihre Aktivitäten einzustellen und sich zu verstecken.

Mit @hawar.help verurteilen wir die außergerichtliche Exekution von Meysam und Mojtaba Veisi aufs Schärfste und rufen die internationale Staatengemeinschaft auf, die für dieses Verbrechen Verantwortlichen zu identifizieren und Strafmaßnahmen einzuleiten. Der Aufenthalt und gesundheitliche Zustand von Farshad Hatamipour müssen dringend aufgeklärt werden.Wir als Yersan Minderheit im Iran dürfen keine staatlich Jobs bekommen. Wir haben immer unsere Religion verstecken müssen. In den Formularen haben wir immer angekreuzt wir sind Muslime, den es gab keine Option für uns unser Religion zu wählen. Die Assimilation war sehr stark und jede Stimme wurde gleich gelöscht.
 

Meysam und Mojtaba Veisi, zwei Brüder, starben im Kugelhagel der Islamischen Revolutionsgarden.

Sie mussten sterben, weil sie sich der Pflege ihrer Sprache, ihrer Kultur, ihres Glaubens widmeten. Sie waren Kultur-Aktivisten in Kermanshah, hatten u.a. eine kurdische Bibliothek aufgebaut. Weil sie die kurdische Identität und ihre Religion, als Angehörige der Yarsan-Glaubensgemeinschaft, bewahren wollten. Zuletzt lebten sie ein Leben im Untergrund, im Versteck. Nach den landesweiten Protesten im Januar, bekamen sie Morddrohungen vom Regime.

Jetzt sind sie tot.

Die Schergen des Regimes spürten sie auf. Umzingelten in der Nacht zu Donnerstag das Haus und eröffneten das Feuer. Ohne Warnung. Eiskalt. Seit dem Angriff wird eine weitere Person vermisst: Farshad Hatamipour. Keiner weiß, wo er ist und wie es ihm geht.

Mit diesen Morden will das Regime ein Exempel statuieren: „Wagt es ja nicht, unsere Macht anzuzweifeln oder aufzubegehren! Wagt es nicht, eure Kultur und Sprache zu pflegen. Das einzige, das hier gilt, ist unsere Sprache, unser Gesetz, unsere Religion, unser weltweiter Krieg gegen die ‘Ungläubigen’.”

Bei den Geschehnissen rund um Iran reicht es nicht, auf die großen Schlagzeilen zu schauen. Nicht auf Geopolitik und Wirtschaft. Wir müssen die Menschen vor Ort sehen! Menschen, die das Joch dieses Regimes endlich abschütteln wollen. Wir müssen den Fokus auf die täglichen Verbrechen des Regimes legen. Sprecht über Meysam und Mojtaba und Farshad! #FreeIran

Düzen Abla, ich respektiere sie sehr, aber wieso muss es dieses Leid geben? Menschen sind Menschen völlig unabhängig von Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung. Niemand hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten. Ich wünsche allen Müttern auf der Welt viel Kraft und Geduld. Mensch ist Mensch, Krieg ist sinnlos – wir brauchen Zusammenhalt 😢❤️

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